V e r o n i k a  M o o s

Material / Verknüpfung / Kunst

»Von der blauen Blume« - Das Leinprojekt - eine künstlerische Spurensuche

Das Leinprojekt wurde 2014 von der Künstlerin und Kulturpädagogin Veronika Moos ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Landart, internationalem Dialog, künstlerische Spurensuche, Fasergewinnung und Präsentation.

Schlussendlich ist ein Kunstobjekt aus allen Ernten geplant in das alle Fasern aller Orte eingewoben sein werden.

2014 hatte die Künstlerin im Bergischen Land Lein angebaut, geerntet und feine Fasern gewonnen. 2015 suchte und fand sie europaweit           »7 Stück Erde und 7 Gärtner/Innen«, die ein Stück ihres Gartens oder einen Flecken Erde (ca. 4x1m) von März bis Juli für die Aussaat und das Wachstum von Leinsaat zur Verfügung stellen und vorbereiten. 14 meldeten sich – aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Tschechien, Schweden, Schweiz und England - und erhielten gratis Saatgut und jeden Monat eine genaue Anleitung zu Anbau und Pflege.

Mittlerweile hält Veronikas Moos «organische Archive« aus ganz Europa als Leinfasermaterial zur künstlerischen Weiterverarbeitung in den Händen. 

2016 »Landart im urbanen Raum« fand die Künstlerin Erdstücke und (Kooperationspartner) in der Stadt Bergisch Gladbach.

2017  Im Rahmen des Sommersymposiums kulturPflanzen, Textile Kultur Haslach werden zahlreiche Leinbeete entstehen. Am 16. Juni 2017 um 18 Uhr wird die Ausstellung VON DER BLAUEN BLUME eröffnet. Im achtstöckigen ehemaligen Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert, heute Kirchturm von Haslach wird uns Veronika Moos in ihre künstlerische Spurensuche zur Kulturpflanze Lein eintauchen lassen. Fasziniert von der Schönheit und den vielschichtigen Facetten der Kulturpflanze Flachs werden historische, forschende, soziale und künstlerische Aspekte ineinanderfließen und verbinden sich bei der Präsentation in Haslach auch mit der lokalen Leinengeschichte. Dabei werden Ergebnisse der künsterlischen Spurensuche und Aspekte der historischen Leinenkultur aufgegriffen und das Potential der Kulturpflanze zur Gestaltung von Gemeinschaft und Landschaft in den Mittelpunkt rücken.

„Ich sehe vor meinem inneren Auge bereits all die «blauen Blüten« und damit lauter blaue Flecken Erde, die für 10-14 Tage im Juni in Vorgärten, Park oder zwischen Parkplätzen ... und an anderen Flecken in der Stadt... zeitgleich zum Himmel leuchten – ein flüchtiger Hauch von »Garten Eden«.